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Behandlung von ADHS mit Methylphenidat umstritten

Kategorie: Gesundheit
Artikel veröffentlicht von: Andreas Stadtgen


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ADS (Aufmerksamkeitsdefizits-Störung) bzw. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizits- Hyperaktivitäts-Störung), im englischen ADD bzw. ADHD, kennzeichnet überdurchschnittliche Probleme mit Konzentration, Wahrnehmung, Ablenkbarkeit und besonderer Impulsivität. Oft ist eine Hyperaktivität damit verbunden, aber nicht zwingend auftretend ("stille Träumer"). ADS / ADHS wird zwar mehrheitlich bei Kindern diagnostiziert, andererseits ist heute bekannt, dass die Erscheinung bis in das Erwachsenen - Alter andauern und teilweise auch behandlungsbedürftig bleiben. Frauen leider seltener darunter als Männer.

Bei einer Frequenz von ADS / ADHS bei Kindern von etwa 2-10 % (je nach Grenze und Diagnosemethode) weisen die Verschreibungen von Psychotherapeutika, insbesondere Methylphenidat, seit langem einen spürbaren Trend aufwärts. Dies ist nicht unumstritten, auch wenn zweifelsfrei bei vielen Kindern schnelle Erfolgserlebnisse erreicht werden können. Zwischen klarer Ablehnung von Methylphenidat über die Anwendung limitiert als Krisenintervention bis hin zur regelmäßigen Nutzung reicht das Spektrum auch in der fachärztlichen Praxis.

Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Bewertung erhalten die Ergebnisse einer neuen amerikanischen Langzeitstudie besonderen Stellenwert. Insofern ist die amerikanische Langzeit-Studie vom National Institute of Mental Health (NIMH) eine wertvolle Bereicherung, weil erstmals unterschiedliche Therapieschema (mit und ohne Methylphenidat im Vergleich zu einer psychotherapeutischen Behandlung) miteinander verglichen wurden.

Nach dem Ende der Untersuchung und der Auswertung ergibt sich nun folgendes Bild. Der Vorteil der Behandlung mit Medikamenten war verschwunden, alle Gruppen hatten etwa das gleiche Ergebnis. Risikofaktoren wie Geschlecht, Ausmaß der Erkrankung, Begleiterkrankungen und Probleme der Eltern zeigten dagegen weiterhin ihre Einflüsse.

Die meisten der wegen ADS / ADHS behandelten Kinder wies nach drei Jahren eine Verbesserung ihrer Situation. Es blieben ein vermehrtes Risiko für Verhaltensprobleme, Kriminalitäts- und Drogenmißbrauch, die eine auffallende Häufigkeit zeigten.


Veröffentlicht von: Andreas Stadtgen
Web: http://www.alopezie.de
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Andreas Städtgen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Gesundheit und Medizin, speziell Hautkrankheiten und haarausfall
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