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Aphorismen über Fossilien

Kategorie: Unterhaltung
Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst


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Zitate des Wissenschaftsautors und Fossilienhändlers Ernst Probst über Fossilien

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Auch wenn es sich um ein massenweise vorkommendes Fossil handelt, sieht jeder Fund anders aus.

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Beim Begriff Fossilien denken die meisten Leute nur an Dinosaurier.

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Beim Versand von Fossilien werden wahrscheinlich mehr Funde zerstört als bei der Bergung.

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Das Besondere an jedem Fossil ist, dass es nur durch Zufall der Nachwelt überliefert wurde.

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Eine Aktie kann schnell ihren Wert verlieren, ein Fossil - solange es nicht zerstört wird - nie.

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Ein wissenschaftlich wertvolles Fossil ist in einem Museum besser aufgehoben als in einem privaten Wohnzimmerschrank.

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Fossilien erlauben Blicke in Zeiten, in denen es keinen einzigen Menschen gab.

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Fossilienhändler kennen zwar manchmal nicht den Artnamen und den Fundort eines Fossils, aber sie wissen immer den genauen Verkaufspreis.

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Fossilien sind Momentaufnahmen aus der Erdgeschichte. Sie zeigen Pflanzen und Tiere immer erst nach dem Tod.

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Fossilien sollte man wie Kunstschätze behandeln: Also nicht durchbohren, damit man sie an der Wand aufhängen kann, auf Bretter kleben, bemalen oder beschriften.

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Für Fossilien von Pflanzen interessieren sich nur wenige Sammler, für Fossilien von Tieren - und hier vor allem von Räubern - viel mehr. Woran das wohl liegt?

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Manche Fossilien wird man nie selbst mit Hammer und Meißel bergen können. In diesen Fällen ist eine pralle Brieftasche das beste Werkzeug.

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Manchen Paläontologen ist es lieber, dass ein Fossil nicht entdeckt oder zerstört wird, als dass es ein Sammler findet.

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Nicht jeder, der einen Hammer und Meißel besitzt, ist deswegen schon zum Fossiliensammler geeignet.

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Selbst hochintelligente Leute wissen manchmal nicht, was Fossilien sind.

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Unter gewissen Umständen wird auch ein Mensch zum "lebenden Fossil".

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Viele Fossilien sind eigentlich zu billig. Ein Beispiel: Ein Steinbrucharbeiter in Solnhofen oder Eichstätt, der an jedem Arbeitstag rund 8 Stunden lang Solnhofener Platten spaltet, entdeckt durchschnittlich alle 2 oder 3 Jahre eine fossile Libelle.

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Wenn ein Fossil zerstört wird, geht immer ein Unikat verloren.

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Wenn ich in Solnhofen nach Fossilien suchte, träumte ich davon, einen Urvogel oder Flugsaurier zu entdecken. Am Ende des Tages war ich immer heilfroh, wenn ich bei einem Fossilienhändler einen kleinen Fisch kaufen konnte, um nicht mit leeren Händen nachhause fahren zu müssen.

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Wenn jemand seltene Fossilien sammelt, sollte er bedenken, was nach seinem Ableben aus seiner Sammlung wird.

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Wer bei Fossilien nur an deren materiellen Wert denkt, ist kein Sammler, sondern nur ein Spekulant.

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Wer Fossilien sammelt, kann kein Kulturbanause sein.

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Wer jemals einen ganzen Tag lang bei glühender Hitze oder bei klirrendem Frost nach Fossilien gesucht und nichts entdeckt hat, versteht sehr gut, dass seltene Funde nicht zu Schnäppchenpreisen erhätlich sind.

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Wissenschaftlich wertvolle Fossilien, von denen die Fachwelt nichts weiß, existieren nicht für die Öffentlichkeit.

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Ernst Probst veröffentlichte die Bücher "Deutschland in der Urzeit", "Rekorde der Urzeit", "Dinosaurier in Deutschland" (zusammen mit Raymund Windolf), "Monstern auf der Spur" und "Nessie". Er verkauft in seinen Online-Shops www.antiquitaeten-shop.net und www.urzeit-shop.com weltweit Fossilien. Spezialitäten sind fossile Saurier und Fossilien aus Solnhofen (Insekten, Krebse, Fische).


Veröffentlicht von: Ernst Probst
Web: http://www.antiquitaeten-shop.net
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler
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