Allergien auf dem VormarschKategorie: Gesundheit Artikel veröffentlicht von: Anja Baustian
Über die zunehmende Bedeutung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten tauschten sich rund 200 Teilnehmer, darunter Mediziner, Apotheker, Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten beim 4. Internationalen Diätetik Kongress am 7. und 8. Oktober 2006 im Kármán-Auditorium der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen aus. In den Industriestaaten nimmt die Zahl der Krankheitsfälle an Allergien stetig zu. Aus medizinischer Sicht sind Allergien, aufgrund der schweren Diagnostizierbarkeit, eine besondere Herausforderung für jeden Arzt. Für Betroffene stellen sie ein nachhaltig einschneidendes Ereignis für ihr zukünftiges Leben dar, betonte der Dermatologe und Allergologe Professor Dr. Albert A. Hartmann aus Aachen bei seinem Vortrag. Die ansteigende Zahl an Nahrungsmittelunverträglichkeiten in ernährungsmedizinischen Praxen sei ein Signal für den notwendigen Paradigmenwechsel in der Ernährungsberatung, stellte der Ernährungsmediziner Doktor Muss fest. Das Kriterium einer sogenannten gesunden Ernährung lässt sich nicht mehr allgemeingültig an Hand einiger mehr oder weniger anschaulicher Modelle wie zum Beispiel der Ernährungspyramide für den Patienten darstellen. Die Auswahl an Nährstoffen sollte in Zukunft mehr den individuellen Geschmack aber auch die individuellen Gesundheitsbedürfnisse berücksichtigen, so Muss.
23 renommierte Referenten berichteten beim 4. Internationalen Diätetik Kongress über neueste ernährungsmedizinische Erkenntnisse bei Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Osteoporose, rheumatischen Erkrankungen und sekundären Pflanzenstoffen. Den Kongress eröffneten am Samstag Vormittag im Kármán-Auditorium der RWTH Aachen der Tagungspräsident Professor Dr. Helmut Mann zusammen mit der Bürgermeisterin der Stadt Aachen Hilde Scheidt, dem zweiten stellvertretenden Landrat Erwin Künkeler sowie dem Präsidenten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Professsor Dr. Rudolf Schmitz. Die Teilnehmer konnten sich in 27 Vorträgen auf höchstem Niveau fortbilden und nutzten die Gelegenheit für anregende Diskussionen und das Knüpfen von neuen Kontakten.
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